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Von Pflichtgeschenken und Liebesgaben

  • Autorenbild: Needful Friends
    Needful Friends
  • 29. Nov. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Dez. 2025



Alle Jahre wieder beginnt sie: die Zeit der weihnachtlichen Vorfreude. Eine Zeit der Besinnlichkeit und zugleich die der leisen Zweifel und großen Fragen. Was schenke ich meinen Lieben zu Weihnachten? Wie ist dieser Brauch eigentlich entstanden?


Ursprünglich war das Schenken zu Weihnachten weniger Herzensangelegenheit als Pflicht. Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein gehörte das Weihnachtsgeschenk zu den festen Leistungen eines Arbeitgebers. Was heute das Weihnachtsgeld ist, war damals Teil des Arbeitsvertrags.


Man erhielt Kleidung oder Naturalien; Tagelöhner bekamen freies Essen statt eines Geschenks. Geschenkt wurde von oben nach unten, von jenen mit Rang und Besitz an die, die unter ihnen standen.



Heute scheint sich dieses Prinzip mitunter umgekehrt zu haben. Nicht selten lässt sich an der Anzahl der Geschenke auf einem Schreibtisch erahnen, welchen Einfluss oder Stellenwert der Beschenkte hat.


uch in Klöstern und Pfarreien spielte das Schenken eine Rolle. Zu Weihnachten wurden Lebensmittel und Backwaren an Bedürftige verteilt. Liebespaare machten sich kleine Aufmerksamkeiten. Sie schenkte ihm Gebäck, er lud sie zum Dorftanz ein. Auf dem Land wurden sogar Tiere beschenkt. In Schweden etwa stellte man Getreidesäcke vor das Haus, damit die Tiere sie nachts aufpickten. War der Sack am Morgen leer, hoffte man auf ein gutes Erntejahr. Den Tieren im Stall schenkte man Brot aus Dankbarkeit, weil sie einst das Jesuskind mit ihrem Atem gewärmt haben sollen.


Geschenke innerhalb der Familie, von Eltern an ihre Kinder, waren lange Zeit unüblich. Diese Aufgabe fiel den Paten zu. Die Kinder wiederum bedankten sich mit Lebkuchen. Der Weihnachtsmann entwickelte sich so zum stillen Erziehungspartner: geheimnisvoll, unsichtbar, mit der Macht zu belohnen oder zu strafen, je nachdem, wie brav man gewesen war. Mit der Zeit verbreitete sich das Schenken immer mehr und die Bescherung rückte ins Zentrum des Weihnachtsfestes, zumindest für jene, die es sich leisten konnten.


Jakob freut sich in diesem Jahr ganz besonders darauf, selbst ein Überraschungsgeschenk zu sein. Der Bär ist 37 cm groß und aus einem sehr seltenen Schulte-Mohair gefertigt. Sein Material erinnert an die Nachkriegsjahre, eine Zeit, in der auch Steiff auf alternative Stoffe zurückgreifen musste, weil vieles knapp war. Jakob trägt diese Erinnerung leise und unaufdringlich in sich.



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Thompson Gunner
Thompson Gunner
02. Juli 2025

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