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Kaktusfeigenbär Fico

  • Autorenbild: Needful Friends
    Needful Friends
  • 24. Aug. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Dez. 2025



In den trockenen Landschaften der Tropen und Subtropen wächst sie heran, dort, wo die Sonne den Boden hart macht und nur wenig Wasser bleibt: die Kaktusfeige. Sie hängt an den kräftigen Armen des Opuntienkaktus, der bis zu vier Meter hoch in den Himmel ragt und trägt ihre Frucht wie einen kleinen Schatz. Etwa zweihundert Gramm schwer, umhüllt von einer dicken, warzigen Schale, die mit feinen Stacheln besetzt ist, in Äußeres, das Respekt einfordert.


chon im 16. Jahrhundert trat die Kaktusfeige ihre Reise an. Spanische Seefahrer brachten sie aus Mexiko und dem tropischen Mittelamerika nach Europa. Heute kommt sie meist aus Italien oder Spanien zu uns und gilt noch immer als Delikatesse, als kleiner Gaumenschmaus mit eigenem Charakter. Ihren Namen verdankt sie den stachligen Widerhaken, die ihre Schale schützen.


Zwar werden diese vor dem Verkauf sorgfältig abgebürstet, doch beim Öffnen bleibt sie eine Frucht, der man sich mit Aufmerksamkeit nähert. Zu schnell erinnern winzige Stacheln daran, dass sie aus einer rauen Welt stammt.


Wer diese Hülle jedoch hinter sich lässt, wird belohnt. Im Inneren verbirgt sich ein saftiges Fruchtfleisch mit kleinen schwarzen Samen, die an eine Kiwi erinnern. Geschmacklich bewegt sie sich zwischen Birne und Melone, mild, erfrischend und überraschend. Wie die Kiwi wird sie der Länge nach aufgeschnitten und ausgelöffelt, ein stilles Ritual, das Geduld und Neugier verlangt.


Neben ihrem feinen Geschmack trägt die Kaktusfeige auch eine leise Stärke in sich. Reich an Vitamin C und Antioxidantien, mit einem Wassergehalt von rund 86 Prozent, ist sie kalorienarm und kann sogar den Cholesterinspiegel senken. Von Juli bis November findet man sie reif und weich in den Supermärkten, bereit für Obstsalate, als frische Ergänzung zu pikanten Speisen oder als besonderes Detail in Chutneys und Konfitüren.


Und dann gibt es Orte, an denen sie das ganze Jahr über weiterlebt, fern von Stacheln und Wüstenwind. In der Bärenmanufaktur wird aus der einst so wehrhaften Frucht ein kleiner, frecher Augenschmaus, ganz sanft, ganz ohne Dornen, und doch mit all dem Charakter, den sie von ihrer Reise mitgebracht hat.






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