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Aus dem Leben einer Geisha


Die Geisha ist eine japanische Unterhaltungskünstlerin. Der Begriff setzt sich zusammen aus den Wörtern Gei für Kunst und Sha für Person, der Geisha-Beruf hatte seine Blütezeit im 18. und 19. Jahrhundert und bis heute ist die Geisha eine nicht nur traditionell ausgebildete Unterhalterin, sie ist auch Trendsettern in der Mode. Die Dienste der Geisha waren schon damals auf Unterhaltung begrenzt, nur in den sogenannten Blumenvierteln gab es die Hanamachi. Geishas, die ihre sexuellen Dienste anboten. Die traditionelle Geisha-Ausbildung beträgt mehr als 6 Jahre und beinhaltet Grundlagen der traditionellen japanischen Künste wie Kalligrafie, das Spiel auf mehreren japanischen Musikinstrumenten und Gesang. Sie lernt geübte Konversation und muss eine perfekte Gastgeberin sein und die Teezeremonie beherrschen. Die Kosten für ihre Ausbildung trägt die Okiya, das sind die ausbildenden Geisha Häuser, und müssen später von den Geishas zurück bezahlt werden.


Die Geisha tritt gewöhnlich bei Feiern im Rahmen der Teezeremonie auf. In Japan hat das Teetrinken eine ganz besondere Bedeutung, die im Zen-Buddhismus seinen Ursprung hat. Teetrinken kann jeder, aber die japanische Teezeremonie verwandelt den alltäglichen Vorgang fast in ein religiöses Ritual. Die Menschen der Welt können hier die Kunst der Langsamkeit entdecken. Der Tee dient zur inneren Reinigung und Gastgeber und Gäste verbinden sich in einem erhabenen Gefühl miteinander und wollen Reinheit, Harmonie, Ehrfurcht und Stille erleben. Für Europäer bedeutet bereits das Zusehen bei einer japanische Teezeremonie eine große Herausforderung, denn wo Werte wie Schnelligkeit und Rationalität hochgehalten werden, hat man es schwer mit Bedächtigkeit und Ritualen, die Muße erfordern. Bis eine Schale Tee gefertigt ist kann es hier schon mal eine dreiviertel Stunde dauern, denn die Teezeremonie will ja gerade durch das ihr eigene Tempo die Teilnehmer zur Ruhe führen. Ein Märchen berichtet von einem Kaiser, der ein großer Gelehrter und Pflanzenkundler war. Jeden Tag trank er sein sorgfältig abgekochtes Wasser, damit er sich innerlich reinigte, denn für ihn war dieses Ritual eine Garantie dafür, niemals krank zu werden. An einem Frühlingsabend im Jahre 2737 v.Chr., als der Kaiser unter einem wilden Teebaum ruhte, wehte der leichte Wind einige Blätter in das bereits sprudelnde Wasser. Er kostete das Getränk und fand es so wunderbar erfrischend, dass er sofort diese Pflanze in seinem Garten anbauen ließ. Er trank täglich von diesem köstlichen Tee und lebte glücklich bis an sein Lebensende.


Eine Geisha beherrscht die Teezeremonie zur Perfektion. Sie trägt zur Zeremonie einen Kimono, der von November bis März wattiert, im Sommer aus reiner Seide und für den Anlass genau abgestimmt ist. Das Markenzeichen der Geisha ist ein weiß gepudertes Gesicht und ein perfekt geschminkter Schmollmund. Je älter eine Geisha wird, umso dezenter schminkt sie sich, denn sie soll hauptsächlich durch ihre Kunst beeindrucken, nicht mit ihrer Schönheit. Heute sind Geishas Bewahrerinnen der traditionellen Künste und haben mit der Sexindustrie nichts zu tun. Erotik spielt hier keine Rolle, vielmehr geht es darum, den Geist zu beleben, eine intellektuelle Konversation zu führen und das Kunstwerk Geisha zu bestaunen. Geishas sind keine Relikte aus einer vergangenen Zeit, vielmehr verwaltet die moderne Geisha ihre Geschäfte nicht mehr über die Okiya sondern selbständig. Man kann sie über das Internet zu Veranstaltungen und Feiern buchen. Aus der Needful Friends Werkstatt kommt sie sogar auf Anfrage direkt ins Haus. Unsere Geisha ist 12 cm groß und trägt einen Winterkimono mit passendem Geisha Schirm.






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