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Pippa & Rosinchen und das Wunder des Weihnachtslichts ✨

  • Autorenbild: Needful Friends
    Needful Friends
  • 26. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Dez. 2025


Es war einmal in der stillen Zeit vor Weihnachten, als die Nächte dunkel und die Wege verborgen waren.


Pippa, das rosa Schweinchen, stand allein auf einer verschneiten Wiese. Früher hatte sie auf einem Bauernhof gelebt. Dort war es warm gewesen, mit Stroh im Stall und vertrauten Geräuschen in der Nacht. Doch eines Tages war ein Unglück geschehen. In der Aufregung hatte Pippa den falschen Weg genommen und trotz aller Suche hatte sie nie mehr zurückgefunden.


Seitdem trug sie eine leise Angst in sich. Und doch war da auch Hoffnung. Denn irgendwo, so glaubte sie, musste es ein Licht geben, das den Weg nach Hause zeigen konnte. Man nannte es das Weihnachtslicht.




Zur selben Zeit wanderte Rosinchen, das braune Schweinchen, durch den winterlichen Wald. Einst war er Teil einer großen Wildschwein­horde gewesen. Gemeinsam hatten sie den Wald durchstreift, Schulter an Schulter. Doch ein harter Winter hatte alles verändert. In einer stürmischen Nacht hatte Rosinchen seine Familie verloren. Seitdem ging er allein. Stark nach außen, aber mit einer stillen Traurigkeit im Herzen.


In der Dämmerung, dort wo Wald und Wiese sich berührten, trafen sich ihre Wege. Sie sagten kaum etwas, ein Blick genügte.


„Ich suche ein Licht“, flüsterte Pippa schließlich.

Rosinchen nickte langsam. „Dann gehe ich mit dir.“


Der Weg war beschwerlich. Ein vereister Bach schnitt ihnen den Pfad ab. Das Eis knisterte bedrohlich.


„Was, wenn es bricht?“ fragte Pippa mit zitternder Stimme.

Rosinchen trat vorsichtig vor. „Dann halten wir uns fest.“


Hand in Huf überquerten sie den Bach. Als sie drüben ankamen, spürte Pippa, wie ihre Angst ein wenig kleiner wurde. Doch der Winter hatte weitere Prüfungen. Nebel legte sich schwer über den Wald und bald wussten sie nicht mehr, wo oben und unten war. Schatten huschten zwischen den Bäumen.


Pippa blieb stehen. „Ich kann nicht mehr weiter.“

Rosinchen stellte sich dicht an ihre Seite. „Doch. Wir können. Zusammen.“


Als die Nacht hereinbrach, kam ein Sturm. Schnee peitschte durch die Luft, der Wind heulte wie eine Warnung. Rosinchen entdeckte eine dunkle Öffnung im Felsen, eine Höhle. Dort suchten sie Zuflucht. Es war kalt, eng und still.


Pippa zitterte. „Ich habe Angst.“

Rosinchen antwortete leise: „Ich auch.“


Sie rückten näher zusammen. Und in dieser Dunkelheit, mitten im Winter, geschah etwas Besonderes:

Ihre Angst wurde kleiner, weil sie sie teilten.


Am Morgen trat Stille ein und dann sahen sie es. Tief im Wald, zwischen verschneiten Bäumen, begann ein Licht zu leuchten. Nicht grell, sondern warm. Es schwebte, funkelte, als bestünde es aus Sternenstaub und Hoffnung zugleich.

Je näher sie kamen, desto heller wurde es. Pippa spürte, wie Erinnerungen an Wärme und Geborgenheit in ihr aufstiegen.

Rosinchen fühlte, dass er nicht mehr verloren war.


„Es ist da“, flüsterte Pippa.

Rosinchen antwortete ehrfürchtig: „Vielleicht war es die ganze Zeit bei uns.“


Das Weihnachtslicht umhüllte sie sanft. Es ließ ihre Herzen ruhig werden und ihre Schritte sicher. Und für einen Moment war alles gut.


Da verstanden sie:

Weihnachten ist nicht nur ein Ort.

Es ist das Wunder, das entsteht, wenn zwei einsame Wege sich finden.


So wurde aus Dunkelheit Licht, aus Angst Mut und aus zwei verlorenen Wegen das Wunder der Weihnacht.




Wir wünschen von Herzen frohe Weihnachten, leuchtende Wege und ein glückliches neues Jahr ✨ ✨ ✨

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