Nostalgiebär Fred
- Needful Friends

- 28. Aug. 2022
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Dez. 2025

Wo sind die guten alten Zeiten geblieben, als Bären noch wahre Seelentröster waren? Seit 1903 haben sie selbstlos über Kinder hinweggeholfen, Zornesausbrüche ertragen und so manches Geheimnis mit ihrem Besitzer geteilt. Unzählige Bücher berichten von den Abenteuern und der langen Geschichte der Teddybären, und wir alle erinnern uns an so manches Bärenschicksal aus unserer Kindheit. Viele Kindheitsbären sind im Laufe der Jahre verloren gegangen, fristen ihr Dasein vergessen auf Dachböden oder wurden nach jahrzehntelanger Treue aufgrund ihres abgenutzten Zustandes entsorgt. Dabei spielt Nostalgie eine zentrale Rolle für unsere Zufriedenheit.
Wir denken gern an glückliche Momente zurück, an Zeiten, die ruhiger, weniger gehetzt und auf ihre Art einfacher waren. Wir hatten damals weniger und doch waren wir vielleicht nicht weniger glücklich.
Heute können wir jederzeit alles haben, sei es in Supermärkten oder Kaufhäusern, die perfekt sortiert und stets verfügbar sind. Technik und Fortschritt ermöglichen uns weltweite Kommunikation und Vernetzung und dennoch erinnern wir uns mit einem Lächeln an den kleinen Tante-Emma-Laden um die Ecke, in dem es keine hochtechnisierte Registrierkasse gab und wir geduldig in langen Schlangen standen. Wir spielten Gummitwist auf der Straße, statt Spiele-Apps auf das Handy zu laden, und gerade diese Erinnerungen zeigen uns, dass Fortschritt nicht automatisch unser Glück vermehrt.
Nostalgie ist ein Teil von uns, und dennoch würden wir heute ohne all die kleinen Dinge, die unser Leben erleichtern, vermutlich leer und unvollständig leben. Ein altes Sprichwort sagt: Einen alten Baum verpflanzt man nicht. Unsere Zeit ist jetzt und vermutlich würden wir heute mit dem Wissen um unsere Welt im Gestern nicht mehr glücklich sein. Aber wir können uns erinnern, und manchmal ein kleines Stückchen dieser Nostalgie in unsere heutige Zeit mitnehmen.
Auch heute haben Floh- und Antikmärkte noch Hochkonjunktur. Vor zwei Jahrzehnten lebte ich im Rheinland, das mit seinen vielen Märkten fast als Metropole der Antikmärkte bezeichnet werden konnte, zumindest damals. Eine Fülle alten Spielzeugs begegnete mir dort und so manchem alten Bären konnte ich ein neues Zuhause geben. Manche von ihnen leben noch bei mir, andere sind neue Wege gegangen. Viele haben mich zu besonders nostalgischen Entwürfen inspiriert. Denn die Faszination eines in die Jahre gekommenen, eingefallenen Plüschgesellen, der uns mit hoffnungsvollen Knopfaugen ansieht, bleibt ungebrochen. So bleiben wir dem guten alten Teddybären als Sammelobjekt auch heute treu.
Unsere Nostalgiebären bieten die Möglichkeit, längst verdrängte Erinnerungen an einen Kindheitsbären, der vielleicht den Lauf der Zeit nicht überlebt hat, wieder aufleben zu lassen. Sie sind für kleine und große Herzen noch immer Seelentröster und treue Freunde, für viele Menschen ein Leben lang.





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