Haselnussbär Hazel
- Needful Friends

- 24. Aug. 2022
- 2 Min. Lesezeit

Der Herbst hat in diesem Jahr früh an die Tür geklopft. Noch liegt Wärme in der Luft, doch die Bäume haben bereits begonnen, ihr Kleid zu wechseln. Gold, Rostrot und tiefes Braun mischen sich im Licht und wer jetzt den Wald betritt, spürt sofort diese besondere Stimmung.
Der Boden duftet nach feuchtem Moos, nach Laub und Nadelzweigen, und mit jedem Schritt wächst die Lust, stehen zu bleiben und zu sammeln. Kastanien glänzen zwischen den Blättern, Steinpilze verstecken sich im Schatten und irgendwo raschelt es leise dort, wo die Haselnüsse reif geworden sind.
Mit dem Herbst beginnt auch die Zeit der warmen Küche und der duftenden Backstuben. Nüsse finden nun ihren Weg in Kuchen, Brote und feine Gebäcke und schenken ihnen Tiefe und Wärme. Der gemeine Haselstrauch, ein Mitglied der Birkengewächse, wächst bis zu fünf Meter hoch und ist in Europa und Kleinasien zu Hause.
Seine Früchte, die Haselnüsse, sind klein, rund und voller Kraft. Reich an Vitamin E schützen sie die Zellen, und das enthaltene Lecithin hält den Geist wach und beweglich.
Unter der harten Schale verbirgt sich ein wertvoller Kern. Gesunde Fette, Mineralstoffe und zahlreiche Vitamine machen die Haselnuss zu einem echten Energiespender. Ihre ungesättigten Fettsäuren unterstützen Herz und Gefäße, helfen dem Körper im Gleichgewicht zu bleiben und schenken nachhaltige Kraft. Die B-Vitamine nähren Nerven und Gehirn, nicht umsonst gilt die Haselnuss seit jeher als Nahrung für kluge Köpfe. Studien bestätigen heute, was man längst geahnt hat: Wer regelmäßig Nüsse genießt, lebt oft gesünder und länger.
Schon in der Steinzeit wussten die Menschen um ihren Wert. In der Antike galt die Haselnuss als Symbol des Friedens. Unterhändler trugen einen Haselzweig bei sich, wenn sie Waffenruhe und Einigung suchten. Dem Strauch wurden schützende Kräfte zugesprochen, er sollte vor Unheil bewahren und das Gute stärken. So wünschte sich auch Aschenputtel eine Haselgerte für das Grab ihrer Mutter, als Zeichen von Hoffnung und Verbundenheit.
Unsere kleine Hazel trägt all diese Geschichten in sich. Ein freches, charmantes Früchtchen, das an den Herbstwald erinnert und ein Stück Geborgenheit mitbringt. Sie braucht keinen Baum und keinen Boden, nur einen Platz, an dem sie gesehen wird. Dort wird sie still lächeln und daran erinnern, wie reich die einfachen Dinge sein können.





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