đ Benno BienenglĂŒck und das Haus der Wildbienen 23 cm
Es war einmal ein kleiner BĂ€r namens Benno BienenglĂŒck, der wĂ€hrend eines schweren Unwetters verloren ging. Der Wind hatte an den BĂ€umen gerĂŒttelt, der Regen war in dicken Tropfen vom Himmel gefallen und als endlich wieder Ruhe im Wald einkehrte, wusste Benno nicht mehr, wo er war. Also ging er weiter.
Sein gelbes Shirt war vom Regen schwer geworden, und seine langen Ărmel schleiften ein wenig ĂŒber den Waldboden. Benno war mĂŒde. Sehr mĂŒde. SchlieĂlich setzte er sich unter einen alten Baum und seufzte. Da hörte er plötzlich ein leises GerĂ€usch.
Summmmm.
Benno blickte auf. Eine Wildbiene flog neugierig um ihn herum. Dann noch eine und noch eine.
Sie schienen sich besonders fĂŒr sein gelbes Shirt zu interessieren. Es leuchtete zwischen den BĂ€umen beinahe wie eine groĂe BlĂŒte. Und dann war da noch Bennos kleine Nase. Sie roch so sĂŒĂ wie warmer Bienenhonig. Eine Biene setzte sich darauf. Benno schielte vorsichtig zu ihr hinunter.
âKitzelt das?â, fragte er. Die Biene summte. Benno wusste nicht genau, ob das nun Ja oder Nein bedeutete. Bald hatten die Wildbienen beschlossen, dass dieser kleine BĂ€r mit seinem leuchtenden Shirt, den langen Ărmeln, die fast wie FlĂŒgel aussahen und seiner honigsĂŒĂ duftenden Nase ganz wunderbar in ihren Wald passte. Und so blieb Benno.
Die Bienen zeigten ihm die geheimen Wege des Waldes. Sie fĂŒhrten ihn zu sonnigen Lichtungen und wilden Blumen, zu denen er allein niemals gefunden hĂ€tte. Doch am Abend, wenn die Bienen von einem langen Arbeitstag mĂŒde waren, geschah etwas ganz Besonderes. Dann kamen sie zu Benno.
Einige setzten sich auf seine Schultern. Andere kuschelten sich in sein weiches Fell. Und manchmal schlief sogar eine kleine Wildbiene auf einem seiner langen Ărmel ein.
Dann erzĂ€hlte Benno Geschichten. Er erzĂ€hlte von frĂŒher. Von einem Kind, bei dem er einmal gelebt hatte. Mit diesem Kind hatte er im Garten gespielt, zwischen Margeriten, Ringelblumen und duftendem Lavendel. Im Sommer war der Garten voller Farben gewesen. Und voller Bienen.
âWar es schön dort?â, fragte eines Abends eine kleine Wildbiene. Benno nickte. âSehr schön.â
Dann wurde er einen Moment still. âAber ich habe auch andere GĂ€rten gesehenâ, sagte er schlieĂlich. âGĂ€rten, in denen fast nichts wachsen durfte. GroĂe grĂŒne FlĂ€chen, ordentlich und still. Keine wilden Blumen. Keine blĂŒhenden KrĂ€uter. Kaum etwas, das duften oder summen konnte.â
Die Bienen rĂŒckten nĂ€her. âUnd wo habt ihr dort gegessen?â, fragte die kleinste von ihnen. Benno sah sie traurig an. âDas ist ja das Schwierigeâ, sagte er. âManchmal gab es dort fĂŒr euch kaum etwas zu finden.â Eine Weile war es ganz still. Dann summte die kleine Biene leise:
âAber warum machen Menschen ihre GĂ€rten so, wenn sie doch wissen, dass wir Blumen brauchen?â
Darauf wusste Benno zunÀchst keine Antwort. Er dachte lange nach.
âVielleichtâ, sagte er schlieĂlich, âhaben manche Menschen vergessen, dass ein Garten nicht nur ihnen gehört.â Die Bienen sahen ihn mit ihren kleinen Augen an.
âEin Garten kann ein Zuhause fĂŒr viele seinâ, sagte Benno. âFĂŒr Blumen. FĂŒr KĂ€fer. FĂŒr Schmetterlinge. FĂŒr Igel. Und natĂŒrlich fĂŒr Bienen.â Da begann die kleinste Wildbiene zu lĂ€cheln.
âDann mĂŒssen wir die Menschen vielleicht daran erinnern.â Benno lĂ€chelte zurĂŒck. Das war eine gute Idee.
Von diesem Abend an erzÀhlte er den Bienen nicht mehr nur Geschichten aus seiner Vergangenheit.
Gemeinsam erfanden sie Geschichten fĂŒr die Zukunft. Geschichten von GĂ€rten, in denen wieder etwas wild wachsen durfte. Von Kindern, die Blumen fĂŒr Bienen sĂ€ten. Von Menschen, die nicht jedes Blatt und jeden Grashalm wegrĂ€umten, sondern ein kleines StĂŒck Natur einfach Natur sein lieĂen.Und manchmal, wenn irgendwo in der NĂ€he eine neue Blume zu blĂŒhen begann, flog eine kleine Wildbiene ganz nah an Bennos Ohr und summte:
âSiehst du, Benno? Vielleicht hat jemand unsere Geschichte gehört.â Dann lĂ€chelte Benno BienenglĂŒck. Denn manchmal, dachte er, muss man erst durch einen Sturm verloren gehen, um an einem Ort anzukommen, an dem man plötzlich etwas Wichtiges zu tun hat.
Und wenn am Abend die Bienen mĂŒde in seinem Fell einschliefen, hielt Benno ganz still. Seine langen Ărmel lagen neben ihm wie kleine FlĂŒgel und seine honigsĂŒĂe Nase duftete warm in die Nacht. Denn Benno hatte ein Zuhause gefunden. Und vielleicht half er nun dabei, dass auch die Bienen ihres nicht verlieren.
- 5 fach gegliedert
- Steiff Schulte Sparsemohair in messing
- mundgeblasene Glasaugen
- Nasen- und Krallengarnierung in gold
- FĂŒllung aus Fiberfill mit Akzenten von Edelstahlgranulat
- gefilzte Biene.

